Die erste Tagestour des Hohensteiner Wanderkreises fand am Donnerstag, den 4. Mai statt. Wettermäßig hatten zwei Tiefdruckgebiete die Plätze getauscht und Regen sollte sich mit Aufheiterungen abwechseln. Der Regen stellte sich pünktlich um 1030 Uhr ein. 16 Wanderer waren ebenfalls pünktlich und standen an der Bushaltestelle, denn man wollte erstmalig für den Hohensteiner Wanderkreis mit öffentlichen Verkehrsmitteln den Ort, von wo die Wanderung starten sollte, erreichen. War unser Bus nach Rückershausen eine Viertelstunde zu früh durch den Ort gesaust, wie berichtet wurde, oder war er eine Dreiviertelstunde zu spät erschienen? Wir wissen es nicht und bei RMV wird man es auch nicht wissen; Tatsache ist, dass man so Leerfahrten generieren kann.

 

Der Himmel sah ein, dass er dieser Truppe den Tag nicht vermiesen kann und klarte auf, die besten Aufheiterungen brachten allerdings die Wanderer selbst. Sie scherzten in dieser Situation und fragten den Wanderführer: Horst, hast du einen Plan B? Wir könnten die mittlere Tour einfach umdrehen, war seine Antwort. Das machen wir, war die einhellige Meinung und bald stapften die Wanderer den Sonnenweg entlang nach Michelbach. Noch vor Erreichen des Ortes meldete sich die Führerin der Kurzstrecke und berichtete, dass sie nun auf der Strecke bei der Zimmermannsmühle am Laufen seien. Ei der Daus, mit welchem Bus seid ihr gefahren, wollten da die Langstreckler wissen. Ganz normal, wie geplant. Es gibt also auch Fahrer  auf dieser Strecke, die den Plan einhalten. Hildegard Bernstein berichtete später noch, dass sie einen großen Feuersalamander gesehen haben, dass das auf dem Wanderweg querliegende gefällte Holz alles weggeräumt war und dass die Gruppe mit sechs Wanderern den neuen Steg über den Hirschbach begehen konnte. Wegen der Feuchtigkeit waren die Pausen kürzer und man traf im Lindenbrunnen früher ein, was die Wirtsleute aber auch locker sahen.

 

Inzwischen hatten die Langstreckler wegen des Verkehrs und der Umkehrung der Laufrichtung als Titel für die heutige Tour „Verkehrte Wanderung“ kreiert. Von Michelbach lief die Gruppe dann auf dem Aar-Höhenweg weiter nach Kettenbach und legte schließlich in der Nähe des Sportplatzes die Mittagsrast ein.  Als gönne uns Petrus keine längere Pause, scheuchte er uns mit einem erneuten Schauer wieder hoch. Schnell waren wir dann in Hausen, die Fernsicht über das Aartal war vernebelt und hielt uns deshalb nicht auf. So erreichten die Wanderer bereits um 14 Uhr Rückershausen und ließen sich beim Antonius Sprudel nieder. Bei so viel Wasser von oben musste man auch das Mineralwasser innerlich aufnehmen. Weil es für die Rückfahrt noch zu früh und das unfreiwillig verringerte Laufpensum noch Reserven übrig ließ, entschloss man sich, auf dem Radweg durch das Aartal nach Hausen zu laufen und erst dort den Bus in Anspruch zu nehmen. Ein extra großer Gelenkbus brachte uns zurück nach Holzhausen und die meisten Wanderer freuten sich schon auf die Getränke und Speisen. Frohgelaunt meinten die Wanderer abschließend, dass dies ein unvergesslicher Wandertag war. 

 

Renate und Horst haben fotografiert