Die dritte Tagestour für das Jahr 2017 fand am 12. Oktober vom vierherrischen Rettert ausgehend bei schönem herbstlichem Wanderwetter statt. In zwei Gruppen mit insgesamt 27 Wanderern wurde zeitversetzt zunächst auf der Hessenstraße zum Römerkastell Holzhausen marschiert. Unterwegs wurde bei einem historischen Grenzstein an die einstigen vier Herren erinnert. Während sich die 12 Wanderer mit Hildegard Bernstein im Kastell zur Mittagsrast einquartierten, konnten sich die Langstreckenläufer mit Manfred Becker und Horst Bernstein dort nur kurz umsehen und informieren, denn diese Gruppe wollte noch ein ordentliches Stück dem Hasenbach, der unterhalb des Kastells entspringt, entlang wandern.  Der Rastplatz dieser Läufer befand sich im Hasenbachtal bei dem Retterter Sauerbrunnen; ein Schluck zur Verkostung des rostigen Sauerwassers genügte den Wanderern. Weiter dem Talweg abwärts laufend passierten die Wanderer ein Schwimmbad, die Hollermühle und gelangten zu einer Schutzhütte. Sonnenschein und Sitzgelegenheiten luden zu einer zweiten Rast ein. Gestärkt folgten die Wanderer weiter dem Bachlauf an der Plätzer Mühle vorbei bis zu dem idyllisch gelegenen Niedertiefenbach. Grüne Matten mit Weidevieh vervollständigten den Eindruck von der „Einricher Schweiz“. Von nun an ging‘s bergauf, moderat aber stetig ansteigend folgten die Wandersleute dem Grundbach. Nach dem Wiesental wand sich der Weg um  hochaufragende Felsvorsprünge und schließlich blieb die Gruppe bei einer hübsch gefalteten Felsformation stehen; die Bezeichnung des Felsens als Wildweiberhöhle wurde erklärt. Prächtige Steinpilze hielten die Gruppe noch etwas auf, aber ansonsten strebte sie nicht mehr aufzuhalten zurück nach Rettert.

Die „Kurzstreckler“ wanderten vom Kastell auf dem Limesweg in Richtung Holzhausen an der Haide. Neben Hinweisen auf Turmstellen konnten die Teilnehmer deutlich sichtbare Reste der römischen Grenzbefestigung sehen. Nach einem ausgiebigen Rundblick begab man sich auf die Trasse der ehemaligen nassauischen Kleinbahn. Immer am Hang entlangschlängelnd, aber ohne nennenswerte Steigung, wanderten die Läufer auf dem alten Bahndamm Rettert entgegen. Weil man noch etwas Zeit hatte, genossen die Teilnehmer am Waldrand die Aussicht und die Strahlen der herbstlichen Sonne. Gegen vier Uhr wurden die ankommenden Langstreckler begrüßt und man begab sich gemeinsam in den Landgasthof Gemmer. Die Wirtin hatte für die Hohensteiner eingedeckt und eine Tageskarte vorbereitet. Nach anfänglichem munterem Geschwatze verstummten bald die Gespräche und die Wanderer konnten sich mit Genuss den dargereichten Speisen widmen. Die Teilnehmer beider Gruppen drückten ihre Zufriedenheit mit den Wanderrouten aus, was die Organisatoren zur Ausarbeitung  neuer Vorschläge motiviert

 

 

Kurzstrecke und Schlußrast

Langstrecke Bilder von Hans Renate und Brigitte