Tageswanderung 2018

 

 

Am Donnerstag, dem 11. Oktober trafen sich die Wanderer des Hohensteiner Wanderkreises zu  einer längeren Wandertour beim Jagdschloss Platte. Der Himmel meinte es mit den Wandersleuten gut, denn zum Goldenen Oktober wetteiferten die Temperaturen noch mit spätsommerlichen Werten; nicht zu heiß, aber angenehm warm, sodass Jacken oder Westen bald in den Rucksäcken verschwanden. Um elf Uhr starteten zehn Interessenten an einer etwa 15 km langen Tour. Wegen des Rauf und Runter beim Durchqueren der Täler und Erklimmen der Berge war in der Ankündigung der Anspruch an eine gute Kondition genannt worden. Bevor wir skizzenhaft die Gruppe begleiten, soll der hervorragende Wandergeist in dieser kleinen Gruppe genannt werden, der nicht nur dem Organisator die Führung erleichterte, sondern auch von den Teilnehmern selbst so verspürt wurde.  Vom Jagdschloss Platte erreichten die Läufer rasch das Naturdenkmal „Idsteiner Eiche“. Von dem mächtigen Baum aus lief die Gruppe auf einer nicht als Wanderweg markierten  Forststraße ins Goldsteintal. In dem Abschnitt bis zur Hubertushütte versprach der Name mehr, als die Landschaft bot, was allerdings bald durch ein Nebental ausgeglichen wurde. Der Weg am Hang des Sichtertales war abwechslungsreich und brachte die Wanderer mit moderater Steigung auf den Rücken zwischen dem Goldsteintal und dem Rambachtal.  Bei einer Schutzhütte wurde zur Ergänzung von Energiereserven eine Rast eingelegt.  Hernach eilten die Teilnehmer mit frischen Kräften ins Rambachtal. Von hier bot sich den Wanderern der Kellerskopf als prächtiger belaubter Kegel in grün-gelb-braunen Farbschattierungen. „Da wollen wir hinauf?“, fragte eine Wanderin, holte tief Luft und sagte: „Packen wir‘s an.“ Nach der Querung des Rambaches verweilte die Gruppe beim Kellerskopfstollen und informierte sich über die Anlage. Jetzt folgte die eigentliche Herausforderung. Aus dem Tal heraus auf die 474m hohe Bergkuppe zu gelangen. Ein abwärts laufender Wanderer rief der Gruppe zu: „Ein schöner Weg, aber steil!“. Hier zeigte sich der Vorteil der überschaubaren Gruppe, denn in Abschnitten wurde der Anstieg bezwungen. Zwischendurch gab es Aussichten über die Kirche von Rambach hinaus und Erklärungen von besonders ortskundigen Mitwanderinnen. Beim Kellerskopf lagerte sich die Gruppe auf der Liegewiese und genoss die Strahlen der wärmenden Sonne. Der Turm konnte nicht bestiegen werden und so nahmen die Läufer das letzte Stück in Angriff. Bei der Schutzhütte Achteck ergab es sich, dass die andere Gruppe schon von dort wieder in Richtung Platte aufgebrochen war. Der Kohlenmeilerweg und anschließend das letzte Stück auf einem Radweg hatten beide Gruppen gemeinsam zu bewältigen, um wieder zum Ausgangspunkt zurückzukehren.

 

Um ein Uhr waren 13 Wanderer von der Platte aus auf dem Rheinhöhenweg, der in diesem Abschnitt in Richtung Eschenhahn auch Trompeterweg genannt wird, zu einer neun Kilometer langen Wanderung aufgebrochen. Von dieser Wanderautobahn bog die Gruppe ab in das Theistal. Auf der einen Talseite erreichten die Wanderer locker abwärts schreitend bald Cäsarshaag. Hier durchquerte die Gruppe das Tal. Zunächst recht steil, dann in Serpentinen und durch eine Schlucht und dann über einen Damm erreichten alle die andere Talseite. Spätestens ab diesem Punkt wurde den Wanderer durch die Ansichten in das Tal einsichtig, dass hier das Gebiet unter Naturschutz gestellt wurde. Der Aufstieg auf dem zum Tal nächstgelegenen Theistalweg  erforderte Durchhaltevermögen und bot als Entschädigung immer wieder Blicke in das Tal und das Naturschutzgebiet mit den kleinen Wiesenarealen zwischen den Gehölzen. Am Ende des Aufstiegs erreichten die Wanderer die schon erwähnte Hütte Achteck und gingen von dort nach einer Erholungspause zurück zum Jagdschloss.

Zur Schlussrast begaben sich die Wanderer nach Wehen in das Gasthaus Krone. Der Wirt hatte für 24 Gäste eingedeckt und so blieb gerade ein Stuhl leer. Etliche Wanderer kannten das Lokal und bestellten ihre Spezialgerichte und auch die anderen fanden etwas Schmackhaftes für sich. Horst Bernstein und seine Frau als Co-Wanderführerin sahen in fröhliche Gesichter und häufiger als sonst vernahmen sie: „Das war eine schöne Wanderung!“

 

 

Dietmar machte Bilder von der Kurzstrecke

Aufnahmen von Renate von der Langstrecke

Brigitte und Horst haben auch noch Bilder gemacht