5. Wanderung am 14.3. in Burg-Hohenstein

Mehrere Tiefs mit Sturmpotential wechselten sich vor dem Wandertag am 14. März ab und auch an diesem Termin sollte es regnen und Windböen geben. Zahlreiche Wanderer hatten ihre Teilnahme aus unterschiedlichsten Gründen und zuletzt auch wegen des Wetters abgesagt, so war der Wanderführer gespannt, ob überhaupt einige Wanderfreunde am Dorfgemeinschaftshaus im Oberdorf von Burg Hohenstein erscheinen würden. Neun Teilnehmer wagten schließlich den Aufstieg zum Wasserhochbehälter. Aber da blies der Wind nicht gerade sacht und da waren es nur noch acht. Nun befürchtete Horst schon, dass es wie weiland bei den 10 Negerlein weitergehen würde, doch Halt, sieben erreichten den Wald und dabei blieb es. Man hielt inne, betrachtete sich von unten bis oben und tat sich auch wegen der Stand- und Wetterfestigkeit loben. Ein Foto wurde noch geschossen und weiter lief die kleine Gruppe unverdrossen, bog alsbald zum Lahnerbachtal hin ab. Für kurze Zeit wähnte man sich in der Einflugschneise eines Flughafens, denn derart lärmten die Hohensteiner Windräder; zum Glück versöhnte bald die Natur die Wandersleute. Verschiedene Nadelgehölze erregten die Aufmerksamkeit und begeistert stellte eine Wanderin fest, dass hier richtige Tannenbäume wachsen und wenn man auch aktuell als Kennzeichen keine Zapfen sah, so verkündete die Naturverjüngung am Boden doch, dass es Nachwuchs gab. Nieswurz am Wegesrand, dicke Knospen am Buschwerk und natürlich das Tal an sich mit dem mäandernden Bach sind immer eine Augenweide. Als es wieder bergan ging, faszinierte der Anblick eines Felssporns die Wanderer ;  nur wenn kein Laub die Steinwand verdeckt, kann man diese ans Hochgebirge erinnernde Ansicht genießen. Wieder im freien Felde angekommen, war es erstaunlich ruhig, aber als ein Wanderer zu laut äußerte, dass dem Sturm die Puste ausgegangen sei, gab er den Wanderern noch einmal Schub in Richtung Ort und damit zur Wiesenmühle. 8 Wandersleute saßen hernach gemütlich im Lokal und stellten erstaunt fest, dass sogar die Sonne noch am Firmament erschienen war; wir waren einfach zu früh unterwegs gewesen.

 

Bilder von Hans aufgenommen

4. Wanderung am 28.2.2019 in Breithardt

 

Am 28. Februar trafen sich die Wanderer des Hohensteiner Wanderkreises um 14 Uhr auf dem Wanderparkplatz Kreuzweg. Der mit einer Schnepfe gekennzeichnete Rundweg durch das Pohlbachtal diente als Anregung und über weite Strecken auch als Orientierung für diese Wanderung.  Zu Anfang marschierten die 24 Wanderer auf der Forststraße in Richtung Sechsarmiger Stock. An einer Tafel zum Limes führte Wanderführer Horst Bernstein in das Schwerpunktthema der heutigen Tour ein. Der römische Grenzwall mit seinen Pfählen gab in der Verkürzung und der mundartlichen Ausdrucksweise den Namen für das liebliche Pohlbachtal, denn POHL bedeutet Pfahl. Von der Turmstelle  3 /4  mit den rekonstruierten Mauern bis nahe dem Kleinkastell bei Adolfseck folgt die Wanderroute dem historischen Grenzverlauf. Dazwischen gab es noch Ausblicke in unsere Taunuslandschaft, die bei der klaren Sicht für manchen Wanderer überraschend waren. Am Hang des Frankenberges wurde die Trittsicherheit der Wandersleute gefordert, denn statt eines Wanderweges glich die Passage einem Wühlacker für Schwarzkittel. Neben Hasel- und Weidenkätzchen wurde noch die Nieswurz als Frühblüher registriert. Der Aufstieg zurück zum Parkplatz war bei 15°C  für die auf solche Frühlingstemperaturen noch nicht eingestellten Wanderer schweißtreibend, aber die Erfrischung im Gasthaus zur Eule ließ ja nicht lange auf sich warten. Vier Kurzstreckenläufer hatten ihren Rundweg im sonnigen Umfeld Breithardts bereits beendet und begrüßten freudig die später eintreffenden Kameraden. So fand ein recht munterer geselliger Abschluss des Wandertages statt.

Bilder von Renate und Gerhard

3.Wanderung am 14.2.2019 in Steckenroth

Die Wetterprognosen für Donnerstag, den 14. Februar waren mit blauem Himmel und frühlingshaften Temperaturen angegeben und die 34 Wanderer, welche sich pünktlich um 14 Uhr auf dem Parkplatz bei der Kirche in Steckenroth versammelt hatten, fanden dies voll bestätigt. Entsprechend gelöst war die Stimmung, obgleich der Wanderführer die versammelte Schar gleich mit einer Hiobsbotschaft konfrontieren musste: „Die Wirtsleute im Taunus liegen mit Grippe danieder und die Eule ist ausgeflogen J“. Zum Glück gibt es noch ASPENDOS und der Wirt freute sich auf unseren Besuch. Aber vor der Einkehr hieß es zunächst einmal, sich durch die Bewegung an der frischen Luft Appetit anzulaufen. Auf dem prima hergerichteten Weg entlang des Abbebaches liefen die Wanderer die einstige römische Grenze überschreitend bis zu dem „Römerplatz“. Hier wurde kurz pausiert und das übliche Gruppenbild aufgenommen. Die Gruppe folgte noch ein  Stück der Forststraße bis zu einem Weg in den Distrikt Eckertsbiel. Nach dem für manchen Wanderer doch recht anstrengenden Anstieg, folgte nun ein Bad im Walde. Richtige Waldwege erfordern eine andere Gehweise und erlauben Einblicke und Ausblicke in die umgebende Natur. Von den Ausblicken sollen hier nur eine Wildfütterung zur Rechten des Weges und der mit 488m höchste Punkt der Hohensteiner Gemarkung genannt werden. Mit dem Erreichen des Alten Postweges war der Rest der Wanderung auf festen Forststraßen zu bewältigen. Selbstverständlich verweilten die Wanderer am Waldrand von Watzhahn und blickten hinüber in Richtung Hohe Wurzel und zu dem Gebiet, das zuletzt bei hohem Schnee erwandert worden war. Bei einer Turmstelle des Limes wurde noch einmal innegehalten, bevor man weiter munter abwärts schritt. Das Hüttchen der Reiter, das Tal des Die(b)baches, sowie  der Schindwald waren die nächsten markanten Punkte in der schönen Steckenrother Landschaft, die natürlich bei dem Wetterchen besonders zur Geltung kam. Anschließend trafen etwa zwei Drittel der Langstreckler im Aspendos auf drei Kurzstreckler. Fröhlich und laut ging es zu bis Pizzen. Döner, Salate und andere Spezialitäten des Hauses auf den Tisch kamen und sich zumindest für die Zeit des Essens eine *** Stille einstellte.

Bilder von Gerhard

Bilder von Renate und Brigitte

2. Wanderung am 31.1.2019 in Bleidenstadt

Wer an Ultimo des Januars 2019 gegen Abend in das Taunussteiner Löwenstüberl kam, wunderte sich womöglich über die dort anwesende fröhliche Gruppe, deren auffälligstes Zeichen ein mit Wanderstöcken – oder wie man heute sagt „Trekkingstöcken“ – gespickter Garderobenständer war. 20 Teilnehmer des Hohensteiner Wanderkreises feierten hier mit überwiegend bayrischen Spezialitäten ihren Abschluss nach einer gelungenen Wanderung durch den Taunussteiner Winterwald. Dabei war es am Morgen dieses 31. Januar äußerst fraglich, ob die geplante Wanderung überhaupt stattfinden könnte, denn Frau Holle schüttelte ihre mit den Jahren arg durchlässig gewordene Wäsche über unserem Land aus. Trotz etlicher Absagen fanden sich auf dem Parkplatz bei der ev. Kirche 16 Wanderer ein, die mit Bernsteins zum Herzogweg laufen wollten. Zunächst lief die Gruppe in Richtung Pfannkuchenwiese. Weil der markierte Wanderweg entlang des Roßbaches unpassierbar war, leitete Horst die Wanderer auf einer Forststraße, welche sich auf der anderen Seite des Tales bergwärts hinaufschlängelt; zum Glück hatten schon „Vorläufer“ eine Spur in die weiße Pracht getreten. Die Mächtigkeit der Schneeschicht auf einer Bank wurde mit mindestens 15 cm geschätzt; bei solchen Schneehöhen sagt man, dass das Laufen durch den Tiefschnee besonders anstrengend sei; wodurch unsere Wanderer am Schluss gefühlsmäßig nicht 8 sondern 10 km unterwegs waren. Der Blick vom Waldrand reichte gerade einmal etwas über Seitzenhahn hinaus.  Die Stelle am Mainzer Weg klärte die Teilnehmer über die Klostergründung von Ferrutius auf. Und dann konnten Wanderer Augen und Herzen für den märchenhaft schönen Winterwald öffnen. Beschneite Tannenbäume – auch wenn es zumeist Fichten waren –, das filigrane Geäst der weiß bestäubten Birkenzweige, da wurde manches Foto gemacht; für das obligatorische Gruppenfoto stellte sich die Gruppe unter verschneites Buchenastwerk. Auf einer Windbruchfläche am Herzogsweg wirkten die mit Schnee und Eis überzogenen zersplitterten Baumstümpfe wie surrealistische Skulpturen. Danach entdeckte eine Wanderin einen senkrechten Zebrastreifen; die mit Schnee verklebten in Reih und Glied stehenden Fichtenstämme hatten diese Assoziation geweckt. Mit knapp 490 m war der höchste Punkt erreicht. Die avisierte Aussicht über das obere Aartal lag unter einem Dunstschleier und reizte nicht sonderlich zum Verweilen. „Nun geht es runter!“, verkündete der Wanderführer. Es war wirklich nicht im Befehlston, aber einige Wanderer nahmen es sehr wörtlich. Der Schnee war nicht nur weiß und weich, er war an etlichen Stellen auch glatt, was die Spontaneität zur Kontaktaufnahme mit dem Bodenbereich sehr begünstigte. Weil niemand zu Schaden kam, wurde natürlich herzlich gelacht und gefrotzelt. Nachdem der Radweg nahe der Eisernen Hand erreicht war, strebten die Läufer hungrig und durstig dem Lokal zu, wo inzwischen auch Bärbel mit den Kurzstrecklern eingetroffen war. Sie hatten einen Gang durch das verschneite Aartal unternommen.

Unser Photograph Dietmar

2. Wanderung am 17.1.2019 in Born

Donnerstag, der 17.Januar war erneut ein besonderer Wandertag. Schon einmal hatten die Hohensteiner Wanderer hier bei Born wegen eines Donnerwetters einen unvergesslichen Wandertag erlebt. Heute zog der Wettergott andere, aber nicht weniger eindrucksvolle Register. Schon bei der Ankunft auf dem Noll fürchtete selbst der Wanderführer eine Replik des „fliegenden Roberts“ zu werden, so kräftig blies der Wind. Da wurden die Schirme im Auto liegen gelassen, was ein Fehler war, aber das wusste wohl nur die zwischen den Wolken durchblinzelnde Sonne. Pünktlich um 14 Uhr stapften 24 Wanderer in Richtung Wegekreuz und von dort nach einer kurzen Erklärung für die „Neuen“ weiter in Richtung Touristenheim. Hier hatte der Wind keine Chance mehr, aber das war auch gut so, denn zur Vermeidung eines unfreiwilligen Fangobades galt es sich voll auf den Untergrund dessen zu konzentrieren, was in der Wanderkarte als Weg eingezeichnet ist. Eine flitzebogenartig über die Piste gespannte Hainbuche war inzwischen gerissen und unser Fotograf hielt Äste hoch. „Da hättest du Bilder machen müssen, damit wir beim Betrachten unseren Spaß haben!“, hieß es hernach. Die Wanderer folgten nun dem Verlauf der Gemarkungsgrenze bis zu dem Forstweg, der vom Parkplatz Laubach in Richtung Weckersberg führt. In der Zwischenzeit hatte es angefangen zu nieseln. Vom Untergrund her war nun ein normales Wandern möglich, aber die Intensität der Sprinkleranlage wurde ständig nachjustiert. Als es zum Kuhunterberg ging, mussten sich die Wanderer und ihr Führer einen Ruck geben, um nicht abzukürzen. Der Kuhunterberg, einst bei den Streitigkeiten um die Wamberge in Gänze den Bornern zugeschlagen, ist ein urig anmutender mit Buchen und Eichen durchsetzter Mischwaldbezirk. Als die Gruppe wieder feste Wege erreichte, wurden die Testbedingungen für Wanderbekleidung noch einmal verschärft und es gesellten sich zum Regen nun noch Schneeflocken. Da wollten die Wanderer nun möglichst rasch zum Vereinsheim ins Trockene. Als der Noll in Sichtweite war, riss die Wolkendecke auf, und es schien erneut die Sonne. Und wie erging es den 6 Wanderern, die um 15 Uhr gestartet waren? Nun, die Sturmböen zu Beginn nebst Sonne fehlten ihnen als Aperitif, aber ansonsten erlebten auch sie das volle Programm und drehten tapfer durchhaltend ihre Runde. Mit rosigen Bäckchen empfingen diese Wanderer hernach ihre länger unterwegs gewesenen Kameraden. Beim Anblick von dreierlei Sorten Streuselkuchen - der mit einer Mohnzwischenlage war der absolute Favorit - entspannten sich die Gesichter und bald war ein fröhliches Gemurmel zu vernehmen. Eine Episode am Rande soll die Kameradschaft der Wanderer auch ohne Vereinszugehörigkeit veranschaulichen: Eine Wanderin hatte weder Trink- noch Zehrgeld vom Bankautomaten wegen einer Störung bekommen und erhielt spontan von allen Seiten Zuwendungen, wozu sich das Käseallerlei zum kameradschaftlichen Teilen besonders eignete. Plötzlich wurden vor den Fensterscheiben tanzende Schneeflocken gesichtet. Beim Anblick dieses Balletts begab man sich flugs auf den Heimweg, denn der nächste Wandertermin soll ja nicht verpasst werden.

Bilder von Gerhard - Langstrecke

Bilder von Dietmar - Kurzstrecke

1. Wanderung am 3.1.2019 in Strinz

Der Hohensteiner Wanderkreis begann das Wanderjahr 2019 in Strinz Margarethä mit einer  „Neujahrs­wanderung“ am Donnerstag, dem 3. Januar. 24 Wanderer waren um 14 Uhr am Treffpunkt bei der Aubachhalle erschienen. Nach der Begrüßung und dem gegenseitigen „Neujahrwünschen“ begab sich die muntere Schar auf den alten Hennethaler Weg. Linker Hand konnten die Wanderer den steilen Hang hinabschauen und rechts wechselten Schwarzdornhecken sich mit vom Flechtenbewuchs grünlich schimmernden Felsen ab. An der Gemarkungsgrenze zu Hennethal wurde kurz innegehalten und die Kraft für den nun bevorstehenden Anstieg gesammelt. Das tief eingeschnittene Tal und die historischen Grenzsteine sorgten für Ruhemomente. Rundliche ebene Fläche deuten auf die einstige Köhlerei hin und bei der Vorwanderung war sogar ein Schwarzspecht zu hören und zu sehen; die an der Spitze laufenden Teilnehmer sahen in der Hirschstrut wenigsten einige Rehe. Bald war der Fernwanderweg erreicht und es lief sich nun weniger anstrengend in Richtung Niederlibbach. Die Aussicht war etwas getrübt, aber die Häuser von Hambach waren dennoch zu erkennen. Die Luft war kühl und trocken und somit ideal zum Wandern. Um das Limit von 8 km nicht zu überschreiten, führte der Weg durch die Libbacher Heck wieder hinunter ins Tal. Auf bekannten Wegen erreichte die Gruppe wieder den Startplatz, von wo etliche Wanderer sich zu einem gemütlichen Beisammensein nach Breithardt in die Eule begaben. In lustiger Runde ließ man es sich schmecken, bevor man sich zum nächsten Termin am Donnerstag, den 17. Januar zu einem Wiedersehen in Born verabredete. Die nächste Wanderung startet also vom Parkplatz auf dem Noll. Für eine ca. 8 km lange Tour ist der Start um 14 Uhr und wer eine weniger lange  Wanderung in Gesellschaft mitmachen möchte, setzt sich bitte mit Bärbel Ebbecke (( 06124/12964) in Verbindung. Auskünfte zur längeren Wanderstrecke und zum Wanderkreis im Allgemeinen können beim Wanderführer  Horst Bernstein (( 06124/12357) erfragt werden.

Bilder von Renate, Dietmar und Gerhard